Karl Marx, Kritik des Gothaer Programms, 1875

Ursprünglich war diese Schrift nicht für die Veröffentlichung verfasst worden. Sie enthält eine detaillierte und scharfe Kritik an der Vulgarisierung und Verwässerung der Prinzipien des wissenschaftlichen Kommunismus. Zentral wird in dieser Schrift entwickelt, dass nach dem Sieg der sozialistischen Revolution nicht mit einem Schlag der Kommunismus errichtet werden kann. Es muss über einen längeren Zeitraum bis zum Kommunismus ein neu geschaffener Staat der Mehrheit, ein Staat der Diktatur des Proletariats, aufgebaut werden, um die Bourgeoisie und ihre Anhänger zu unterdrücken und die Überreste und die Erbschaft der Ausbeutergesellschaft, der kapitalistischen Gesellschaft auf allen Gebieten zu beseitigen.

Original
(PDF, 36 Seiten)
Mit Zwischenüberschiften und
Hervorhebungen (PDF, A4, 28 Seiten)
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Friedrich Engels, Von der Autorität, 1872/1873

lohnarbeit-kapitalObwohl die Sprache, die Engels in dieser Schrift benutzt, etwas altmodisch anmuten mag, ist seine Argumentation gegen die anarchistische Vorstellung von der sofortigen Abschaffung des Staates nach der Revolution auch heute noch von zentraler Bedeutung im Kampf um die Notwendigkeit der Diktatur der Proletariats. Dennoch sei darauf verwiesen, dass so manch begeisterter Propagandist dieser Schrift den Kern der Argumentation von Engels nicht verstanden hat: Es ist alles andere als ein Loblied auf unverstandene, hirnlose Unterordnung. Engels propagiert hier die doppelte Tatsache, dass die geschichtliche Realität einer Revolution von ungeheurer Autorität ist und die Revolutionäre herausfordert, die Autorität der herrschenden Klasse „vermittels Gewehren, Bajonetten und Kanonen“ zu brechen. Gleichzeitig wird mit dieser Schrift auf die geschichtliche Gesetzmäßigkeiten dieses Vorgehens verwiesen.

Original
(PDF, 5 Seiten)
Mit Zwischenüberschriften und
Hervorhebungen (PDF, A4, 4 Seiten)

Karl Marx, Über P.-J. Proudhon (Brief an J. B. v. Schweitzer), 1865

Dieser Brief von Marx über Proudhon hat seinen besonderen Reiz darin, dass er die Original-Auseinandersetzung mit Proudhon kompakt zusammenfasst, ohne sich mit allen Details zu beschäftigen. Inhaltlich vertieft Marx nicht nur seine Kritik an Proudhons kleinbürgerlichem Verständnis der ökonomischen Verhältnisse sowie an seinem Reformismus, sondern er zeigt erneut auf, dass Menschen wie Proudhon mit Widersprüchen nur spielen, über Antinomien, Paradoxien und Dialektik nur sprechen, um gescheit und kritisch zu erscheinen, nicht aber um Systeme, die diese Paradoxien hervorbringen, zu stürzen und damit die Widersprüche zu beseitigen.Bemerkenswert an dem Marxschen Brief ist die Tatsache, dass Marx sozusagen aus dem Kopf gegen Proudhon polemisiert, ohne das er dessen Schrift vorliegen hat. Dennoch ist seine Kritik treffsicher und detailreich.

Original
(PDF, 9 Seiten)
Mit Zwischenüberschiften und
Hervorhebungen (PDF, A4, 6 Seiten)